Die Insel

Die Grundschule An der Haake bietet für Kinder mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten eine „Insel“ an, einen Ort innerhalb des Schulalltags, der sowohl Auszeit als auch Rahmen für ein soziales Kompetenztraining ist.

 

Oft sind es folgende Verhaltensauffälligkeiten, die Lehrer aufmerksam werden lassen: Aggressivität, Unbeherrschtheit, Nichteinhaltung von Regeln, Verweigerung, Ängstlichkeit, Schüchternheit oder mangelndes Selbstbewusstsein.

In Absprache mit dem Inselteam werden dann Ziele für die jeweiligen Kinder festgelegt. In regelmäßigen Abständen finden Gespräche mit den Klassenteams statt, bei denen die Ziele evaluiert und gegebenenfalls neu gesetzt werden.

 

Die Kinder werden in feste Gruppen (2-4 Kinder) eingeteilt und kommen dann einmal pro Woche für eine Unterrichtsstunde in die Insel. Dort durchlaufen sie ein speziell auf die Kleingruppe zugeschnittenes Trainingsprogramm. Die Stunden sind stark ritualisiert.

 

Anfangsritual (Kerze anzünden, Kraftstein aussuchen)

Erzählphase (gute und schlechte Erlebnisse, Training der Gesprächsregeln, Empathietraining)

Arbeitsphase (Emotionen erkennen und beschreiben, konstruktive Zusammenarbeit üben, Konfliktlösungsstrategien entwickeln z.B. durch Rollenspiele)

Spielzeit (Einigung auf ein gemeinsames Spiel, Fairness, Konzentration und/oder Bewegung)

Abschlussritual (Kerze auspusten, Kraftwasser trinken)

 

 

Ziel der Inselstunden ist es, dass die Kinder in kleinen Gruppen lernen, Konflikte zu erkennen und konstruktiv zu lösen, sich in andere hinein zu versetzen und dadurch Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit aufzubauen und gleichzeitig eigene Ängste zu überwinden. Ein Grundprinzip jeder Inselstunde ist sofortige positive Reflexion von gezeigtem regelgerechtem Verhalten. Dabei ist die „Insel“ ein sicherer Ort, wo die Kinder vertrauliche Dinge ansprechen können.

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